Mabo Fenster & Türen GmbH & Co. KG

Mabo: Insolvenzverwalter prüft Sanierungsoptionen

Der Geschäftsbetrieb der Mabo Fenster- und Türen GmbH & Co. KG in Oschersleben wird nach dem Insolvenzantrag ohne Einschränkungen fortgeführt. Dies teilte der vom zuständigen Amtsgericht Magdeburg bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther mit. Flöther prüft derzeit, welche Optionen zur Sanierung des Unternehmens zur Verfügung stehen.

„Der Insolvenzantrag hat keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb“, betonte Flöther, Namenspartner der bundesweit tätigen Kanzlei Flöther & Wissing. „Alle Leistungen werden nach wie vor in vollem Umfang und in gewohnter Qualität erbracht.“ In den nächsten Tagen und Wochen wird sich der vorläufige Insolvenzverwalter ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Lage und möglicher Perspektiven für das Unternehmen machen. „Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, so Flöther.

Unmittelbar nach dem Insolvenzantrag am 24. Juli 2018 wurde die Belegschaft des Unternehmens über die Lage und die weiteren Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der 94 betroffenen Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate bis Ende September 2018 gesichert. Diesen Zeitraum will Flöther nutzen, um nach Möglichkeit eine Sanierung des Geschäftsbetriebs in die Wege zu leiten. „Die Auftragslage in der Baubranche ist aktuell sehr gut. Außerdem genießt die Mabo Fenster- und Türen GmbH & Co. KG dort einen sehr guten Ruf“, ergänzte Flöther. „Das sind grundsätzlich gute Aussichten für eine Sanierung.“ Welche Maßnahmen dazu konkret nötig sind, wird sich im Rahmen einer genaueren Analyse in den nächsten Monaten zeigen. Flöther wird dabei eng mit der erfahrenen Unternehmensberatung „Restrukturierungspartner jwt GmbH & Co. KG“ zusammenarbeiten, die das Unternehmen bei der Sanierung begleitet.

Parallel dazu hat Flöther seit seiner Bestellung erste Gespräche mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten aufgenommen, die bereits ihre Unterstützung signalisiert haben. „Alle Kunden und Partner, mit denen wir gesprochen haben, halten uns die Stange“, ergänzte Flöther. „Dies verschafft uns Planungssicherheit und zeigt Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.“

Die im Jahr 2000 gegründete Mabo Fenster- und Türen GmbH & Co. KG produziert und vertreibt Kunststofffenster und Kunststoffhaustüren. Durch den Zahlungsausfall eines Großauftrags ist das Unternehmen nun in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

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